Kopfzeile

Herzlich willkommen in
Pfäfers
Bitte schliessen

Gemeinde Pfäfers

Öffnungszeiten

Montag:
08.00 - 11.45 Uhr
13.45 - 17.30 Uhr

Dienstag bis Freitag:
08.00 - 11.45 Uhr
13.45 - 16.30 Uhr

Inhalt

Rückblick 3. Tourismusforum

15. November 2023

Visionen, Ideen und Gedankenaustausch

Rund 70 Personen haben in Valens am dritten Tourismusforum Taminatal teilgenommen. Dabei wurde eine bunte Palette von Visionen, Ideen und Projekten präsentiert. Im Anschluss bot ein Netzwerk-Apéro Gelegenheit zum Gedankenaustausch.

Organisiert wird das Tourismusforum von der Tourismuskommission Taminatal. Diese setzt sich aus neun Mitgliedern zusammen, welche die politische Gemeinde, die drei Verkehrsvereine, die Gastronomie sowie die Kliniken St. Pirminsberg und Valens vertreten. Das jährliche Forum steht nicht nur den Tourismus-Akteuren offen, sondern der ganzen Bevölkerung. In der Begrüssung wies die Gemeinderätin Grace Gort (Vättis), darauf hin dass die Veranstaltung genau oberhalb der ehrwürdigen pfäferser Thermalquelle stattfindet. Moderiert wurde die Veranstaltung von Edith Kohler (Pfäfers).

Wie gefährlich ist die Badstrasse?

Im August des Jahres 2022 hatte sich auf der Strasse von Bad Ragaz nach Bad Pfäfers ein tragischer Unfall ereignet. Ein herabstürzender Baumstamm tötete eine Frau und ihren sechsjährigen Sohn. In der Folge musste die Strasse während fast einem Monat geschlossen bleiben. Während der abgelaufenen Saison 2023 waren wegen Murgängen und einem Felssturz drei kurzfristige Sperrungen nötig. Verantwortlich für den Unterhalt der Strasse und deren Sicherheit ist das Strasseninspektorat Buchs (SKIB). Nach einem Referat von Stiftungsratspräsident Josef Kohler, über Aktuelles aus dem Bad Pfäfers, informierte Strassenkreisinspektor Urs Kurath aus erster Hand über die getroffenen Massnahmen. Ab Meteowarnung Stufe 3 prüft das SKIB die Situation vor Ort, wobei der Geologe und die Forstorgane beigezogen werden. Um eine rasche Kommunikation zu gewährleisten, hat das Bau- und Umweltdepartement, St. Gallen eine Webseite aufgebaut. Darauf wird zeitnah über den Strassenzustand und allfällige Sperrungen informiert. Die Direktbetroffenen werden mit einem automatisierten Mailversand orientiert. Interessierte können sich einfach für diesen Service registrieren. Jährlich investieren die Unterhaltspflichtigen (Kanton St. Gallen, die Gemeinden Bad Ragaz und Pfäfers sowie die Grand Resort Bad Ragaz) rund Fr. 450‘000 in die Badstrasse. Abschliessend betonte Urs Kurath, dass es trotz allen Massnahmen nie eine risikofreie Erschliessung über die Badstrasse geben wird.

Vision für einen neuen Zugang zum Bad Pfäfers

Im Zusammenhang mit den Strassensperrungen wurde eine Idee von Kurt Wyrsch, dem ehemaligen Präsidenten von Valens Tourismus, neu aufgegriffen, nämlich der Bau einer Seilbahn von Valens ins Alte Bad Pfäfers. Gemeindepräsident Axel Zimmermann erläuterte, dass diese Vision im räumlichen Tourismus-Entwicklungs-Konzept (rTEK) enthalten ist. Mittlerweile liegt auch eine neue Studie vor, welche die Machbarkeit bestätigt. Die Kosten für eine Schwebebahn von der Viehschaubünte Valens ins Alte Bad Pfäfers dürften sich im Rahmen von 4 – 6 Mio. Franken bewegen. Die Beförderungskapazität liegt bei 100 Personen pro Stunde. Der Gemeindepräsident mahnte, dass es noch viele Hürden zu überwinden gebe, bevor aus der Vision Realität wird. Einer der Gründe ist, dass die Taminaschlucht als Landschaft von nationaler Bedeutung geschützt ist, was an die Planung und Ausführung hohe Anforderungen stellt. Nächstens findet ein erstes Gespräch mit einer Vertretung von Pro Natura statt. Michael Rupp, Präsident von Valens Tourismus betonte im Anschluss die Wichtigkeit einer gesicherten Erschliessung für das Alte Bad Pfäfers.

An der Podiumsdiskussion, welche von Edith Kohler effizient und mit Humor geleitet wurde, kamen verschiedene Akteure zu Wort. Adrian Pfiffner, Leiter Content Management von Heidiland Tourismus erläuterte, dass es eine Herausforderung sei, das Alte Bad Pfäfers einerseits als attraktives Ausflugsziel zu vermarkten, wenn man anderseits kurzfristige Schliessungen kommunizieren müsse. Heidiland appellierte deshalb an die Eigenverantwortung der Gäste und empfiehlt ihnen, sich jeweils vor einem Ausflug kurzfristig über den Strassenzustand zu informieren. Josef Kohler, Präsident der Stiftung Altes Bad Pfäfers betonte die Wichtigkeit einer gesicherten Verbindung für die Betreiber des Restaurants, in dem jede Saison zahlreiche Veranstaltungen, wie Hochzeiten oder Geburtstagsfeiern stattfinden. Absagen bringen jeweils unmittelbar einen finanziellen Verlust mit sich; und mittelfristig leidet der Ruf des Alten Bad Pfäfers als Ausflugsziel. Er begrüsste die Idee einer Seilbahn auch im Hinblick auf die Evakuation von Menschen bei Notfällen.

Energiegewinnung als touristische Attraktion?

Die Kraftwerke Sarganserland bilden mit den beiden Stauseen Mapragg und Gigerwald ein wichtiges Ausflugsziel. Gegenwärtig laufen Abklärungen für den Bau eines Windparkes im Gebiet Grot-Maton. Für die Tourismuskommission war das ein Grund, sich vertieft mit den Auswirkungen der Energiegewinnung auf den Tourismus zu befassen. Matthias Kohler, Betriebsleiter der Kraftwerke Sarganserland, informierte über Synergien und Herausforderungen beim Zusammenwirken von Kraftwerken und Tourismus. Er nannte als Beispiel Linth-Limmern, wo Werksführungen in grösserem Rahmen angeboten werden. Dort löste ein Post mit einem Foto des Stausees, welches von einem Felskopf aus aufgenommen worden war, in den sozialen Medien einen regelrechten Run aus, mit allen negativen Auswirkungen des „Overtourism“. Was die Kraftwerke Sarganserland betrifft, so bieten diese ebenfalls Führungen an. Jährlich werden rund 1‘000 Besuchende gezählt. Eine Herausforderung sind Wildcamper und Menschen, die in den Stauseen schwimmen oder Stand Up Paddling betreiben wollen, was wegen den Strömungen gefährlich sein kann.

Im Anschluss daran orientierte Felix Tresch, Geschäftsführer EW Ursern, wie sich der Windpark Gütsch auf den Tourismus ausgewirkt hat. Die Anlage wurde im Jahr 2002 erstellt und gehörte damit zu den ersten in der Schweiz. Sie liegt in einem Gebiet, das früher vom Militär intensiv genutzt wurde. Ein Lehrpfad gibt Auskunft über den Windpark und das Ursenertal. Weil die Turbinen wenig Platz beanspruchen, kommt es auch zu keinem Konflikt mit der Alpwirtschaft. Die Stimmung in der Bevölkerung und bei den Tourismus gegenüber dem Windpark ist positiv. Er wird von vielen als eine Attraktion und Erweiterung des touristischen Angebots erlebt.

Neues aus dem Taminatal

Edith Kohler stellte fest, dass die Therme Pfäfers das Herz der Region sei. Die Schlagadern aber seien die drei Verkehrsvereine, in denen die Knochenarbeit vor Ort geleistet wird. Die drei Präsidenten gaben mit Kurzreferaten Einblick in die vielseitige Tätigkeit. Michael Rupp, Valens nannte als nächste Projekte die Erstellung einer Outdoor-Kletterwand bei der Turnhalle sowie eine Wasserspielwelt auf dem Spielplatz bei der Klinik. Rudolf Kohler blickte auf einen Sommer mit Prominenten aus der Politik zurück. Regierungsrätin Susanne Hartmann nahm an der Eröffnung des Hans Brühlmann-Weges teil. Die Ansprache an der Bundesfeier hielt Ständerat Benedikt Würth. Grössere Anstrengungen seien noch nötig, um das Projekt Hengert Hotel Lerche in Vättis zu realisieren. Stephan Meyer, Pfäfers orientierte über die Verlegung des Weges zum Aussichtspunkt Tabor sowie über die Verhandlungen über die Finanzierung der Loipe auf dem St. Margrethenberg, welche vom Skisportverein Calanda unterhalten wird.

Entwicklungsmöglichkeiten Mountainbiken im Taminatal

Adrian Stäubli, (Sargans) Projektleiter Biker Netzwerke AG erstellte im Auftrag der Tourismuskommission Taminatal eine Bestandes- und Bedarfserhebung für Mountainbikerouten im Taminatal. Einleitend wurde ein Workshop mit 15 Personen abgehalten. Dabei wurden zwei Zielgruppen definiert, nämlich zum einen die Gruppe „Tour“, bei denen die Leistung mit Genuss verbunden ist, sei es beim Ausblick auf die Landschaft oder beim Zwischenhalt in einem Restaurant. Zum anderen wurde die Gruppe All Mountain/Enduro ins Auge gefasst, bei welcher der Nervenkitzel einer waghalsigen Abfahrt nicht fehlen darf. Adrian Stäubli nannte verschiedene Touren, welche auf bestehenden Strassen und Wegen möglich sind. Dazu gehören die Rundfahrt Gigerwaldsee mit einem Abstecher nach St. Martin oder auch die Chimmispitz-Tour, welche bereits in einzelnen Tourenportalen mit einer 1000 Höhenmeter-Downhill aufgeführt ist. Mit einem Augenzwinkern und der Bemerkung, dass diese Variante noch zu reden geben würde, präsentierte Adrian Stäubli zum Schluss die Vision für die Sommernutzung des Skilifts Tristeli als Bike-Skilift, mit der Erstellung einer Bikepiste.

Gemeinderätin Grace Gort dankte abschliessend allen Teilnehmenden für das Engagement im Dienste des Tourismus und der Talschaft.

Beim Netzwerk-Apéro, welcher durch Valens Tourismus und den Bäuerinnen Valens-Vasön organisiert wurde, bot sich die Gelegenheit zum Gedankenaustausch und Netzwerken.

Autor: Manfred Haag

Reportage: https://youtu.be/QyLH2Fy7GfI

www.derwerbefilmer.ch

https://instagram.com/michallonproduction?igshid=OGQ5ZDc2ODk2ZA%3D%3D&utm_source=qr

Zugehörige Objekte

Name
MTB im Taminatal Download 0 MTB im Taminatal
Auswirkung Windpark Gütsch auf den Tourismus Download 1 Auswirkung Windpark Gütsch auf den Tourismus
Kraftwerke Sarganserland Download 2 Kraftwerke Sarganserland
Strassenkreisinspektorat Download 3 Strassenkreisinspektorat
Valens Tourismus Download 4 Valens Tourismus
Stiftung Altes Bad Pfäfers Download 5 Stiftung Altes Bad Pfäfers