Willkommen auf der Website der Gemeinde Pfäfers



Sprungnavigation

Von hier aus k?nnen Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:
Startseite Alt+0 Navigation Alt+1 Inhalt Alt+2 Suche Alt+3 Inhaltsverzeichnis Alt+4 Seite drucken PDF von aktueller Seite erzeugen
Landschaft Gemeinde Pfäfers
  • Druck Version
  • PDF

Walsersiedlung St. Martin

Adresse7314 Vättis
Homepagehttps://www.sanktmartin.info/

St. Martin mit Wasserkirchlein St. Martin
Walsersiedlung St. Martin mit Walserkrichlein St. Martin


Beschreibung

Von etwa 1300 bis zum Jahr 1652 war das wilde Calfeisental westlich von Vättis von Freien Walsern ganzjährig bewohnt. Eingewandert waren sie vielleicht von ihren Höfen in Bargis oberhalb von Flims über die Trinser Furgga. Ausgewandert ist die letzte Familie Sutter nach Vättis. Geblieben sind im Calfeisental deutsche Flurnamen, die an ihre Besiedlung erinnern: Rathausboden, Ammansboden, Ebni, Egg, Friedhöfli und Chilchli. Hauptsächlicher Zeitzeuge der Freien Walser ist ihr Kirchlein St.Martin, erbaut laut dendrochronologischer Untersuchung ums Jahr 1312. St.Martin war religiöses Zentrum nicht nur der Walser im Calfeisental, sondern auch ihrer Volksgenossen im Weisstannental und wahrscheinlich noch weiterer Walsergehöfte in der weiteren Umgebung, zum Beispiel auf dem Vättnerberg. Dass Walser ausgewanderte Walliser sind, ist in alten Urkunden klar ersichtlich, zeigt sich aber auch an der walserischen Sprache und Kultur. Im Walserkirchlein St.Martin stammen die Figur "Madonna mit Kind" und das Christuskreuz aus der Zeit der Walsereinwanderung. Gegenüber dem Kirchlein steht das doppelstöckige Walser-Wohnhaus, dessen Jahrzahl 1588 noch lesbar ist. Aufs ganze Calfeisental verstreut sind vor allem auf der Sonnenseite unzählige "Hosteten" zu finden: Vertiefungen im Boden, die auf frühere Gebäude hinweisen. Die einzigen beiden noch bestehenden Walser-Bauten des Calfeisentals stehen aber in St.Martin. Das Kirchlein ist im Besitz der Katholischen Kirchgemeinde Vättis. Es wird noch für Gottesdienste genutzt. Zufahrt: ab Staudamm nur zu jdeder vollen Stunde für 20 Minuten Ein Besuch lohnt sich - hier ist die Zeit stehengeblieben und man fühlt sich wie in einem Freilichtmuseum.


zur Übersicht